Klatschmohn

Zwei Monate

Man ey, schon wieder sind zwei Monate vergangen ohne dass es hier etwas textliches von mir zu lesen gegeben hat. Nun, es wird mal wieder Zeit.

Ist ja nicht so, als dass nichts passiert währe. Im Gegenteil. Fotografisch habe ich einige Experimente hinter mir. Leider jedoch waren die Ergebnisse oftmals nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. So habe ich in der letzten Zeit oftmals Menschen fotografiert und dabei mit unterschiedlichen Lichtstimmungen experimentiert. Ich gebe jedoch zu, dass es mir auf dem Gebiet einfach an Erfahrung mangelt.

Fehlschläge

Ich habe mir viele, sehr viele, ja tonnenweise Fotos von mehr oder weniger bekannten Fotografen angeschaut. Dadurch hatte ich meinen Ideentank randvoll gefüllt. Dieses und jenes sollte ich doch genau so auch hinbekommen. Oder? Es blieb dann eher beim Oder.

Viele Fotos fanden zwar den Weg auf meine Festplatte, aber eher unter dem Aspekt der Abschreckung. Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass Fotos, die auf den ersten Blick profan, beliebig, ja vielleicht sogar scheisse erscheinen, auf den zweiten oder zehnten Blick irgendwann doch ihren Reiz erhielten. Offensichtlich hängt das damit zusammen, dass ich selber meinen eigenen Geschmack entwickele oder es hat einfach was mit der Tagesform zu tun.

Kommt Zeit, kommt Erfahrung, kommt Geschmack… Na mal sehen.

Alcedo atthis

Auch meinem Lieblingsvogel habe ich mich natürlich wieder ausgiebig gewidmet. Die erste Brut des Jahres ist mittlerweile kurz vor dem Ausfliegen. So kam es, dass sich Rolf mal wieder bei mir meldete. Wir wollten eine seiner künstlichen Bruthöhlen kontrollieren. Er hatte den Verdacht, dass es dort bald zum Ausfliegen der Brut kommen müsste.

Eisvogel Bruthöhle

Eisvogel Bruthöhle mit Kotausfluss

An der Stelle angekommen versteckten wir uns in guter Distanz zur Höhle im Tarnzelt. Wir hatten gerade alles fertig eingerichtet, da kam auch schon ein Weibchen mit Fisch im Schnabel und landete ungelogen einen Meter von uns entfernt auf einem kleinen Ast. Damit hatten wir nun nicht gerechnet. Wir hatten jedoch beide keine Chance auf ein Foto. Rolfs 300mm hat eine Naheinstellgrenze von drei Metern und ich hatte mein Objektiv auf einen anderen Ast gerichtet. Hätte ich verschwenkt, wäre der Vogel sofort wieder abgehauen. Und stören wollten wir ihn nun nicht.

Trotzdem ein tolles Erlebnis! Rolf war ein paar Tage später nochmal alleine an der Stelle und konnte mit tollen Fotos belegen, dass seine Idee an der Stelle eine künstliche Bruthöhle zu bauen eine gute war. Das Eisvogelpaar hat in dem Sinne gute Arbeit geleistet und den Bestand weiter erhalten. Toll!

Blümchen

Ja, mal wieder Blümchen – das klappt wenigstens. Nach den persönlich von mir so empfundenen Fehlschlägen im Bereich der Menschenfotografie brauchte ich mal wieder etwas Bestätigung. Also zog ich los, zusammen mit dem 100-400er und dem 100er Makro, um Blümchen zu fotografieren.

der rote Punkt

der rote Punkt

Klatschmohn biete sich immer ganz besonders an. Vor allem wenn eine einzelne Blüte auf einer ansonsten grünen Wiese steht. Ein toller Kontrast. Aber auch unter Kollegen machen die roten Blüten was her.

Klatschmohn

Klatschmohn

Ich finde es immer spannend wenn sich im Vordergrund zum Motiv weitere Dinge befinden. In diesem Fall eben Grashalme. Dadurch kommen im Vordergrund Unschärfen zustanden, die den Fotos einen, na wie soll ich es nennen, ähm, einen nebligen Charakter verleihen.

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Beim Foto mit den Gänseblümchen kann man gut sehen, was ich meine. Wirkt alles irgendwie ein wenig verwaschen und doch auch gleichzeitig spannend. Der nahezu offenen Blende sei Dank.

Meine nächsten Aktivitäten werden sich endlich mal wieder um das Fotografieren von Kindern drehen. Darauf freue ich mich schon besonders. Ich werde berichten.

poddi