Orgelpfeifen, 1/6 aus der Hand

Canon EF 16-35mm f2,8L II USM

Schon länger spiele ich mit dem Gedanken ein neues Immerdrauf anzuschaffen. Immerdrauf? Das ist bei meinen aktuellen Zielmotiven sicherlich das 300mm. Doch was mache ich im Urlaub? Soll ich wieder mit der an sich nicht schlechten Kitlinse 18-55 auftreten? Landschaften und Gebäude stehen im Urlaub auf meinem Speiseplan. Und ehrlich, ich geb’s zu, der blöde rote Ring kann einen schon ganz heftig anfixen. Ich habe mich deswegen recht lange mit dem Produktportfolio der Japaner beschäftigt.

Es (das neue Objektiv) sollte nach unten so weitwinklig wie möglich sein, nach oben bis in den Normalbereich reichen und, logisch, einen roten Ring aufweisen. Das Internet, bzw. seine Bewohner, waren bei der Suche mal wieder nicht sehr hilfreich. Wie immer war ich am Ende nicht viel schlauer als vorher. Sobald man bei einer Recherche die rein technischen Aspekte außer acht lässt und nach Meinungen Ausschau hält, landet man meist bei einer 50:50-Quote. Die einen finden’s gut, die anderen finden’s scheiße und wieder andere haben es nie besessen und finden es trotzdem gut oder scheiße. Ich entschied mich, trotz der eher gedämpften Stimmung zu diesem Objektiv, für das 16-35mm. Es erfüllte zumindest meine Anforderungen an den Brennweitenbereich, an eine durchgehende Blende von 2,8 und an den roten Ring.

EF 16-35mm f2,8L II USM

EF 16-35mm f2,8L II USM

Einen weiteren Kaufanreiz bot mir Canon mit der aktuell noch laufenden Cash-Back-Aktion, bei der ich mich aber immer wieder frage, wer sich das dazu notwendige Prozedere ausgedacht hat: Produkt kaufen, Produkt online registrieren, zugeschicktes PDF ausdrucken und unterschreiben, Rechnung kopieren, Barcodes aus dem Karton ausschneiden, ausgedrucktes und unterschriebenes PDF, Rechnungskopie und Barcodes an Canon schicken und 2-3 Wochen später hat man dann einen Scheck im Briefkasten. Liebe Canons, geht das nicht irgendwie einfacher? Egal, für 200 Mäuse tu ich mir das an!

Nun ja, jetzt liegt es vor mir. Ein paar nicht sehr aussagekräftige Rudimentärtests habe ich bereits gemacht und dabei keine auffälligen Negativ-Symptome feststellen können. Scharf ist es, der Autofokus ist schnell und treffsicher und die Verarbeitung liegt erwartungsgemäß auf Rotringniveau. Zum Lieferumfang gehören eine Gegenlichtblende, sowie ein Beutel, der mich ein wenig an einen Futtersack erinnert, wie man ihn Pferden für die Nahrungsaufnahme vor’s Maul hängt. Letzteren brauche ich nicht und habe ihn im zerschnittenen Karton gelassen. Die obligatorische Bedienungsanleitung als Papier und als CD-ROM ist neben einem Garantiezettel natürlich auch im Lieferumfang enthalten. Erwähnung finden sollte die Tatsache, dass das Objektiv erst dann eine Vollabdichtung erhält, wenn man vorne einen Filter montiert. Bei 82mm Filtergewinde eine recht kostspielige Angelegenheit. Aber hey, ich bekomme ja bald die 200 Mücken vom Cash-Back zurück. Fast schon dreist, liebe Canons.

Orgelpfeifen, 1/6 aus der Hand

Orgelpfeifen, 1/6 aus der Hand

Wer hier nun einen ausgefeilten Testbericht erwartet hat, wird sicherlich enttäuscht sein. Aber was soll ich zu einem Objektiv neues schreiben, welches schon seit ein paar Jahren auf dem Markt ist? Meine persönlichen Eindrücke zu diesem Gerät werde ich sicherlich im Laufe der Zeit im Cyberspace verankern, doch erstmal muss ich Erfahrungen mit dem Teil sammeln. Bis dahin bin ich gespannt, ob ich meinen neu erworbenen Futtersack an den Mann oder die Frau bringen kann.

poddi

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Futtersack / Vase

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